Start-up; Halloween; Horror Storys

Halloween Special: 5 Start-up-Fehler zum Gruseln

Happy Halloween! 🎃

Passend zum schaurigsten Ereignis des Jahres, haben wir uns in die Abgründe der Start-up-Welt gestürzt und sind den Monstern des Absyss begegnet. Immerhin lädt keine Jahreszeit so sehr zum Schaudern ein, wie diese.

Bei unserem Aufstieg zurück an die Erdoberfläche, haben sich jedoch 5 Horror-Geschichten mit hochgeschlichen. Im Folgenden wollen wir vor diesen warnen. Begegnest du ihnen, empfehlen wir dir, dich schleunigst zu entfernen. Also – fröhliches Gruseln:

Inhaltsverzeichnis

Der Geist des Marktes

Geist des Marktes; Start-up; KTR

Jedes Start-up startet mit einer Idee. Einer Idee, die im besten Fall den Markt auf den Kopf stellt. Doch vor lauter Tatendrang vergessen einige Gründer:innen den wichtigsten Wegbegleiter, den Geist des Marktes.

Der Geist des Marktes ist einer der ruhigeren Zeitgenossen. Doch lass dich von seinem Auftreten nicht täuschen. Wird der Geist ignoriert, ändert sich seine Laune um 180 Grad.

Einen besonders schlimmen Wutanfall bekam das Start-up „Pinky“ ab, nachdem die beiden Gründer anscheinend ohne Marktanalyse in den TV-Pitch gingen. Ganz kurz gefasst, handelt es sich bei „Pinky“ um einen pinken Handschuh, der von Frauen dazu genutzt werden sollte, ihre Hygieneartikel während der Menstruation zu entsorgen.

Und während sich erstaunlicherweise sogar ein Investor für die Idee begeistern ließ, kam die Idee in der Bevölkerung und insbesondere beim weiblichen Geschlecht überhaupt nicht gut an. Hätten die Gründer eine Produktbefragung durchgeführt, wäre die Unmut über einen solchen Artikel wohl schnell aufgefallen. Ebenso hätten die darauffolgenden, zum Teil außerhalb des normalen Menschenverstandes liegenden, Reaktionen verhindert werden können.

Am Ende waren „Pinky“ und seine Gründer zwar bekannt, aber der Preis waren viele Nerven und das Start-up selbst.

Wer nicht gleich zu Beginn mit Schwierigkeiten oder gar einer Bruchlandung starten möchte, sollte also niemals auf die Idee kommen, den Geist des Marktes zu übersehen.

Zu der Story um "Pinky" hier.

Von Energievampiren und Dämonen

Lange Arbeitsstunden sind bei Start-ups normal, umso wichtiger ist das Arbeitsklima. Doch gerade hier können sich einige Spukgestalten einschleichen. Ihr Ziel? Einen fließenden Arbeitsprozess zu behindern.

Die erste Gruppe sind die sogenannten Energievampire. Sie lassen sich von der Idee mittragen, schauen eine gewisse Zeit wohin die Reise geht und entscheiden dann, ob sie treu bleiben oder nicht. Das Problem dabei: Die Vampire gehören oftmals zu den wichtigen Personen im Start-up, teilweise sogar zum inneren Starterteam. Somit können sie der Entwicklung des Start-ups erheblich schaden. Und das der „Neuaufbau“ eine Menge Zeit und Nerven kostet, ist keine Frage.

Die zweite Gruppe sind die Dämonen. Diese Gruppe hat es sich als Ziel gesetzt, für Angst und Terror zu sorgen. Je nach Rang des Dämonen kann man sich sogar komplett in dessen Welt aufhalten. Besonders gerne üben sie Kritik an denjenigen, die sie individuell mit bestimmten Aufgaben betreut haben. Selbst wenn sie keine Ahnung von der Materie haben. Die Dämonen scheinen regelrecht von der Energie anderer zu leben. Dadurch kommt es innerhalb des Start-ups immer wieder zu Veränderungen im Team und langsamen „Workflows“.

Beiden Gruppen gemeinsam ist demnach, dass sie die Entwicklung eines Start-ups ausbremsen, indem sie das Arbeitsklima angreifen. Je kleiner das Start-up ist, desto katastrophaler können die Auswirkungen sein.

Also Augen auf, bei der Partnerwahl und Achtung vor den Energie-Dämonen, die sich sogar in uns selbst verstecken können. Schließlich hält es keiner lange in der Umgebung eines solchen Dämonen aus.

Imposter und schwarze Löcher

Die meisten Start-ups sind auf Investitionen angewiesen, um den Markt zu erobern. Ist die Idee gut, lassen sich auch Investoren:innen finden. Genau an diesem Punkt kommen die zwei nächsten Phänomene auf uns zu.

Viele Unternehmer:innen streben mit ihrem Start-up nicht nur danach, etwas zu verbessern, sondern wollen auch Geld verdienen. Dem „American Dream“ folgend, gibt es nur eine Richtung – nach oben. Allerdings gibt es Personen, die dabei einen Großteil der Schritte einfach überspringen. Ein Beispiel ist das Musikstartup „Crowdmix“. Statt das Geld in die Entwicklung ihres Produktes zu investieren, bauten sie lieber ihr Büro aus. Dem Fluch des Geldes erlegen, wurde die Rezeption zu einem gigantischen Ghetto-Blaster und auch sonst lag das Ziel darin, optisch musikalisch zu wirken. Was das eigene Produkt überhaupt war, wurde darüber vergessen. Da bleibt nur zu sagen: Finde den Imposter!

Eine andere Richtung schlagen einige Kryptostartups ein. Statt die Investitionen für die optische Gestaltung des Büros zu nutzen, wird das Geld in die eigene Person gesteckt. Für alle Investoren:innen bedeutet das, ihr Geld verschwindet in dem schwarzen Loch der Illusionen und modernen Trends.

Und wir achten in Zukunft ganz genau darauf, ob wir einem Imposter oder schwarzen Loch erliegen könnten. In beiden Fällen sollte das Geld lieber für Besseres ausgeben, denn ein Wiedersehen ist oftmals ausgeschlossen.

Schwarzes Loch; Gründung; Geld verlieren; falsche Investitionen

Wenn der Spuk zu weit geht

Spuken ist an Halloween schön und Schlagzeilen können die Bekanntheit eines Start-ups steigern. Eine Sache hatte Uber jedoch falsch verstanden. Gruseln sollten wir uns nicht das ganze Jahr und auch die Nachrichten sollten eher positiv als negativ sein.

Über Bekanntheit kann sich Uber nicht beklagen, dennoch schreibt das Unternehmen auch nach Jahren noch rote Zahlen. Ob es deshalb auf die Schreckens-Idee gekommen ist?

Die letzten Monate machte Uber nicht durch positive Unternehmensentwicklung, sondern durch Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Von Diskriminierung bis sexuelle Belästigung, Uber ließ nichts aus. Eine neue Wachstumsstrategie soll das wohl eher nicht darstellen. Wir können nur empfehlen, aus dem Dauer-Halloween-Feeling auszusteigen und den Blick wieder zurück aufs Unternehmen zu richten.

Ubers Lektion für uns: Die Vorgänge im Unternehmen sollten ebenso im Blick behalten werden, wie der Ausbau des Unternehmens. Ansonsten könnte es in der Zukunft zu bösen Überraschungen kommen und der Fokus geht verloren.

Dank Illusionen zum Sieg

Start-up; Illusionen; Elizabeth Holmes

„Fake it till you make it.“ – Ein Grundsatz, der einigen Gründer:innen in Fleisch und Blut übergegangen ist und zwar so sehr, dass das „make it“ glatt vergessen wurde.

Deutschlands prominentestes Beispiel dürfte Wirecard sein. Als Meister der Illusionen, haben sie es geschafft sogar die BaFin zu täuschen und trotz falscher Bilanzen in den DAX aufzusteigen.

Aber auch auf diesem Gebiet, wird immer wieder versucht, einen neuen Rekord aufzustellen. Herausforderin war Elizabeth Holmes mit ihrem Start-up „Theranos“. Das Start-up wollte die Blutanalyse revolutionieren. Ihre Test sollten mit weniger Blut schneller Ergebnisse liefern können. Holmes wurde im Silicon Valley schon als neue(r) Steve Jobs gefeiert. Doch dann flog ihr sorgsam gewobenes Spinnennetz auf. Die angeblich revolutionäre Technik existierte überhaupt nicht. Die Milliarden-Bewertung des Start-ups beruhte nur auf Schall und Rauch. Die Illusion löste sich in Luft auf.

Zu Elizabeth Holmes und ihrer Story geht es hier.

„Fake it till you make it.“ kann für Start-ups eine gute Basis sein, um die ersten Kunden zu akquirieren. Jedoch gilt: Lasse dich nur auf Dinge ein, die du auch wirklich schaffen kannst. Immerhin müssen zwei Teile des Satzes eingehalten werden und nicht bloß der erste.

Gruseln gehört nur zu Halloween

Der Weg zum eigenen Unternehmen ist hart und Fehler sind nicht vermeidbar. Jedoch können die Geschichten anderer genutzt werden, um den größten Fallen aus dem Weg zu gehen.

Wir hoffen, dass dich die fünf Horror-Geschichten nicht erreichen konnten und wünschen ein Spooky Halloween. 👻

  1. Bild: Photo by Tandem X Visuals on Unsplash
  2. Bild: Photo by Isaac Garcia on Unsplash
  3. Bild: Photo by Ivy Barn on Unsplash

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